mother and children walks near body of water

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2 Kommentare

  1. Einerseits hast Du Recht: Eine wirklich allein Erziehende hat eine Überlast an Pflichten und Verantwortung. Andererseits hast Du nicht Recht: Die Situation einer Alleinerziehenden mit Mann hat Frau nicht immer mit Mann zusammen entschieden. Sehr oft ist das die Konsequenz daraus, dass Frau weniger verdient und, wenn Kinder kommen, sowieso beruflich fast automatisch zurücksteckt. Und zumindest beim ersten Kind hat Frau und Mutter keinen „Probelauf“, ob der Mann tatsächlich seine tollen Aussagen zu Gleichberechtigung und Begeisterung fürs Teilen dann noch ernst nimmt. Das Kind ist da und eine (meistens nicht einer) muss ja ran. Nach 12 Monaten Elternzeit (die meistens von der Mutter genommen wird. Väter planen dann gerne für ihren Teil tolle Sachen wie eine lange Reise etc.) ist alles so schön eingefahren, natürlich macht die Frau dann den Mutter- und den Haushaltsjob.
    Und jetzt die Hauptsache: Erstens kann auch eine Alleinerziehende den Vater finanziell ran nehmen. Das macht im Zweifel sogar die Behörde für einen. Zweitens ist der Ausstieg aus dem Alleinerziehen mit Mann oft sogar eine Entlastung. Endlich nicht auch noch den Mann versorgen (Essen machen, Wäsche machen, Sex auf Wunsch), wenn das Kind zu versorgen eigentlich schon mehr als genug ist. Kein Ärger mehr über vergessene Pflichten und nicht eingehaltene Versprechen von Männern. Ich stütze mich lieber auf andere Frauen, die in ähnlicher Position sind. So habe ich nach 6 Jahren Alleinerziehen mit Mann die weiteren ca. 12 Jahre echtes Alleinerziehen nicht immer bravurös, sehr oft erschöpft, aber wenigstens nicht dauernd verbittert überstanden.

    1. Hi ? Ich weiß was du meinst! Und gebe dir Recht, dass das alleinerziehend sein auch eine Entlastung sein kann – war es bei uns auch zum Teil.
      Den Vater finanziell rannehmen geht theoretisch schon, klar. Wenn der aber nicht zahlen kann (oder will, sprich sich drückt…), was bei einem großen Teil der Väter der Fall ist, kriegt man den Unterhaltsvorschuss, der natürlich nicht allzu hoch ist.
      Dazu kommt die steuerliche Ungerechtigkeit für alleinerziehende Elternteile.
      Ich habe ja geschrieben in meinem Artikel, dass es mir um den Ausdruck geht und ich es einfach respektlos finde. Auch in dem Fall, den du beschreibst, kann die Frau eine Entscheidung treffen, nämlich sich trennen, wenn der Mann seinen Versprechungen von vor dem Kind nicht nachkommt.
      Es ist also auch hier eine freie Entscheidung, bei dem Mann zu bleiben.
      Natürlich ist ganz klar, dass Frauen riesige Nachteile haben und Gleichberechtigung ist ganz weit weg, wenn dann Kinder da sind sowieso.
      Und die Frauen können ja gerne sagen, dass es trotz Mann super stressig ist und sich beschweren….?
      Aber alleinerziehend ist halt, wie du ja weißt, noch eine andere Nummer und ich find’s einfach schwierig, diesem Begriff so unbedacht zu nutzen, wenn man in einer Beziehung ist, nur das wollte ich damit aussagen ?
      Leider gibt es auch nicht überall andere Frauen, mit denen man sich zusammen tun könnte. Und eine Beziehung, in der ich Essen machen, Wäsche versorgen und Sex auf Wunsch haben muss…. Sorry die wäre für mich eh nix, das find ich schon etwas zu allgemein, nicht alle Männer sind so ?
      Liebe Grüße,
      Charlotte

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