Schule des Schreibens – Review

Ich studiere seit zwei Jahren an der Schule des Schreibens. Erfahrungen habe ich mittlerweile etliche sammeln dürfen.  Ob ich dieses Fernstudium weiterempfehlen kann und was ich bisher erlebt habe, kannst du hier lesen.

Warum das Schreiben studieren?

Ich bin eine kleine Chaotin. Gerade was das Schreiben betrifft, hatte ich null Struktur, aber 1000 Ideen. Ich bin vielseitig interessiert – und schreibe vieles gerne: Geschichten, Sachtexte, Anleitungen, Briefe, Tagebuch, Ratgebertexte, Zeitungsartikel….. 🙂

So stapeln sich hier mittlerweile 1000 volle Notiz- und Tagebücher, drei begonnene Romane, ohne Ende Blogartikel. Ich hatte einfach kein System, nie wurde etwas fertig. Deswegen wollte ich mir selber eine Struktur schaffen, die mich anspornt.



Außerdem war mir klar, dass das Schreiben eine Kunst ist, die man erlernen und verbessern kann.

Das ist wie mit einem Musikinstrument: Du kannst nicht von heute auf morgen Klavier spielen. Talent ist super, aber nicht alles.

Die große Schule des Schreibens

Deswegen habe ich mich bei der Schule des Schreibens angemeldet – für das drei Jahres Studium „Große Schule des Schreibens, Schwerpunkt „Sachtexte“.

„Das ziehst du jetzt durch und entwickelst dich weiter!“, habe ich mir gesagt. Vielseitig schreiben sehe ich nicht als Problem und ich finde es unglaublich schade, dass Autoren und sonstige schreibende Künstler sich auf ein Genre oder ein Themengebiet festlegen sollen.



Ein Musiker oder ein Maler ist ein bewundertes Multitalent, wenn er 10 Instrumente und verschiedene Musikrichtungen beherrscht, ein Maler ebenso. Nur ein Autor braucht scheinbar den Stempel des Genres und der Nische.

Ich beschloss, die zu sein, die irgendwann ALLES schreiben kann. Das eine vielleicht lieber als das andere, aber ich wollte die gesamte Kunst beherrschen, das Handwerk so richtig lernen und begreifen.

Der Start ins Studium – so viele neue Eindrücke!

Nachdem ich viele Jahren x mal auf der Seite der Schule des Schreibens mit dem Finger auf dem “jetzt anmelden“ Button vor mich hin geträumt habe, klickte ich einfach drauf und schwupps hatte das Studium auch schon begonnen 🙂 

Ich begann etwa parallel, mir eine Veränderung meines Berufslebens zu wünschen (ich arbeitete zu dem Zeitpunkt noch Vollzeit in der Pflege, was zeitlich als alleinerziehende Mutter eine kaum zu stemmende Organisationsleistung bedeutete).

„Die große Schule des Schreibens, Schwerpunkt Sach- und Fachliteratur“ wählte ich, weil ich einen Hang zu sachlichen Texten habe.

Die andere Möglichkeiten wäre „Kinderbuch“ gewesen. Aber so passt es besser zum Bloggen und ich plante, mich als Texterin, Wordpress Expertin und Sachbuchautorin selbständig zu machen – was ich mittlerweile seit einem Jahr umgesetzt habe.

Ich hatte einfach endlich begonnen, meine Vision, vom Schreiben zu leben, ernst zu nehmen 🙂

Inhalte des Studiengangs

Das Studium dauert drei Jahre. Eine kostenlose Verlängerung bis zu sechs Monaten ist möglich. Es ist das kompakteste Studium dort. Wer sich noch nicht sicher ist, wo die eigenen Stärken und Schwächen beim Schreiben liegen und was später der Schwerpunkt werden soll, ist in diesem Studiengang gut aufgehoben.

Es werden von der Pike auf alle wichtigen Themen bearbeitet. Im ersten Jahr erlernst du die Grundlagen des kreativen Schreibens. Das zweite Jahr ist  komplett der Belletristik gewidmet: Krimi, Jugendbuch, Roman, Fantasy, Kurzgeschichte.



Im dritten Jahr spezialisierst du dich dann, wie schon erwähnt. Zum Abschluss bekommst du ein Zertifikat der Schule des Schreibens.

Alle sechs Monate erhältst du die Lehrmaterialien für ein halbes Jahr, du arbeitest also, wenn alles nach Plan läuft, jeden Monat ein Studienheft durch. Jedes Heft enthält viele Übungen, um das Wissen gleich anzuwenden und endet mit einer Einsendeaufgabe, die ein dir zugeteilter Studienleiter bewertet. Der Studienleiter wechselt nach jedem Jahr.

Es gibt noch unzählige andere Studiengänge, bei Interesse empfehle ich dir, dich einfach mal auf der Homepage umzusehen. Du kannst dir auch kostenlos Infomaterial zusenden lassen.

Forum und Service

Inbegriffen ist der Zugang zum Forum, wo man andere Studenten kennen lernen und seine Arbeiten veröffentlichen kann. Die Kritik ist oft sehr wertvoll. In deiner Benutzeroberfläche (siehe Foto) kannst du auch dein Studium planen, deine Einsendeaufgaben verschicken und vieles mehr. Ich finde den Adminbereich ganz ok, wenn auch etwas altmodisch 🙂


Schule des Schreibens Erfahrungen 2
Benutzeroberfläche / Adminbereich

Außerdem kannst du noch den Service in Anspruch nehmen, dein Buch kostenlos lektorieren zu lassen. Da so etwas sonst viel Geld kostet, finde ich den Service total super. Weil man ihn nur einmal in Anspruch nehmen darf, habe ich mir das bisher noch für später aufgehoben.

Es empfiehlt sich auch, beim Anmelden auf Rabatte und Angebote zu achten. Ich zahle so sehr viel weniger 🙂

Vereinbarkeit von Beruf, Kind und Studium

Ich arbeitete zu Studienbeginn Vollzeit in der Pflege und bin alleinerziehende Mutter einer vier Jahre alten Tochter. Also nicht gerade unterbeschäftigt 🙂 Trotzdem bin ich immer sehr gut mit dem Studium hinterher gekommen. Das Pensum ist meiner Meinung nach gut machbar. Ich schätze, ich brauche im Durchschnitt jede Woche 5-10 Stunden zum Lernen.


Schule des Schreibens
Studienhefte für ein halbes Jahr

Der Lerneffekt – lohnt sich das alles?

Ich arbeite mittlerweile wesentlich strukturierter und effektiver. Viele Kenntnisse konnte ich auffrischen – und wesentliche neue dazulernen. Die Kritiken, die ich nach jedem Heft erhalte, sind sinnvoll und kompetent. Sie haben mir schon häufig ganz neue Denkanstöße geliefert und mich konstruktiv auf meine Schwächen aufmerksam gemacht. Oft aber auch auf die Stärken. Es ist definitiv nicht so, dass einem nur Honig ums Maul geschmiert wird!

Die Hefte sind sinnvoll aufgebaut und die Übungen regen zum kreativen Schreiben an.

Abschließende Gedanken

Mittlerweile habe ich mich…recht erfolgreich…als Texterin, Bloggerin und Sachbuchautorin selbständig gemacht. Ich schreibe aber ganz vielfältige Texte, wie ich es geplant hatte und lasse mich in kein Genre drängen.

Meinen nervenaufreibenden (wenn auch wunderschönen) Beruf in der Pflege habe ich gekündigt. Das hätte ich niemals ohne das Studium geschafft. Vor kurzem ist mein erstes Sachbuch erschienen.

Charlotte

Ich bin Charlotte, vielseitige Bloggerin und Autorin. Ich mag keine Schubladen und lasse mich deswegen in keine stecken. Bei mir gibt es keine Genres oder Nischen. Ich schreibe, worüber ich möchte.

2 Gedanken zu „Schule des Schreibens – Review

  • 1. Dezember 2018 um 14:26
    Permalink

    Hallo, ich mache gerade den selben Weg wie du. Stehe aber noch am Anfang. Habe mich gerade zu einem ähnlichen Studium angemeldet und freue mich wie ein Kind. Ich bin auch alleinerziehend. Meinen alten Job um Einzelhandel weiter zu machen wird daher auch schwer. Ebenso liebe ich das Schreiben und bin ebenso chaotisch wie du es bei dir selbst beschreibst. Zeigen sie in diesen Kursen auch wie man sich selbstständig macht und vermarktet? Liebe Grüße 🙂

    Antwort
    • 1. Dezember 2018 um 14:42
      Permalink

      Hi Janina,

      Ich freue mich mit dir ? bestimmt eine tolle Entscheidung, was genau hast du dir für ein Studium ausgesucht?

      Auch eine Chaotin, sehr sympathisch ? Also in meinem Studium geht es nicht um Selbständigkeit und Marketing, das habe ich mir dann auf anderem Wegen zusätzlich angeeignet, es gibt super Bücher und Blogs zu diesen Themen ? allerdings gibt es zum Studium noch das Forum, wo die Nutzer sich sehr viel austauschen, auch viel über sowas!

      Super ist die „Selfpublisher Bibel“, eine Webseite, wo es um Selbständigkeit und Marketing für Autoren geht, schau da mal vorbei wenn du magst ?

      Alles alles Gute für dich und natürlich dein Kind ?

      Antwort

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